Rally Obedience

Trainerin: Daniela Lettang

Rally Obedience: Was ist das?

 Rally Obedience  wurde Ende der 90er Jahre von Charles „Bud“ Kramer entwickelt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit und Bekanntheit, auch in Deutschland.

Es wurden Elemente der Unterordnung neu und attraktiv verpackt, um mehr Menschen und Hunde dafür zu begeistern.

Man kann Rally Obedience eigentich kurz und knapp so beschreiben: Man nehme eine ordentliche Prise Unterordnung, würze sie mit einem kleinen Schuss Agilitiy und heraus kommt Rally Obedience!

Der Name Rally Obedience kommt daher, weil es aufgebaut ist wie eine Rally. Das Mensch-Hund-Team bewegt sich dabei möglichst schnell mit dem Hund bei Fuß bzw. an lockerer Leine durch einen Parcours, innerhalb dessen verschiedene Stationen zu durchlaufen sind. Die Stationen bestehen aus Schildern, die dem Team sagen, was an dieser Stelle zu tun ist und in welche Richtung es nach Erfüllung der Aufgabe weitergeht.

Jedes Schild trägt ein Symbol für eine Übung aus dem Obedience- bzw. Unterordnungsbereich: Wendungen in jede Richtung um 90°, 180°, 270° oder 360° zum Beispiel, ein Slalom um Pylonen, das Voraussenden über eine Hürde, Bleib-Übungen, Vorsitzen, Platz aus der Bewegung usw.

Der Parcours besteht aus 15 – 24 Schilder, je nach Klasse. Die Klassen unterteilen sich in Beginner, Klasse 1-3 und Senioren (ab 8 Jahren), die sich im Wesentlichen durch die Schwierigkeitsgrade der Übungen unterscheiden. Der Parcours muss i. d. Regel in einer bestimmten Zeitdauer (z.B. 4 Minuten) absolviert werden. Ein Parcours ist nie gleich, er variiert immer und es wird somit nicht langweilig für Hund und Hundeführer.

Das Besondere am Rally Obedience ist, dass Hund und Mensch während des Parcours nach Lust und Laune miteinander kommunizieren dürfen. Der Hundeführer darf den Hund ansprechen, motivieren und anfeuern. Tabu ist jegliche Korrektur des Hundes – sei es durch Hand (anfassen des Hundes nicht erlaubt), Leine (Leinenruck) oder Stimme (scharfer Tonfall).

Das Schöne an dieser Sportart ist, dass es kaum ein Mensch-Hund-Team gibt, für das sich diese Sportart nicht eignet. Es ist eine Sportart für Jung und Alt sowie auch für Menschen und Hunde mit Behinderungen.

Voraussetzungen für die Teilnahme am Rally Obedience ist eine gute Sozialverträglichkeit des Hundes mit Mensch und anderen Hunden sowie einen guten Grundgehorsam (Bei-Fuß-Laufen, Sitz und Platz sollte er schon können).